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Johanna Schwedes

Der Asphalt klingelt, ich geh ran

ISBN 978-3-942901-31-4

1. Auflage 2018; 58 Seiten 10 Euro

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Sieben Jahre nach ihrem Debüt legt die Dichterin ihren neuen Band vor. Die Texte sind oft noch düstrer, noch bitterer geworden. Zugleich gewannen sie aber auch an Leichtigkeit durch einen schrägen Galgenhumor.

„Frech sind diese Gedichte, nicht schwer und auf eine gute Weise gedankenlos ... unheimlich wuselige Texte, mit viel Körper, Streichhölzern und Gespenstern, mit Kerzen, Luftballons, Monden, Kleingeld und Wäscheleinen. Eine ganze angefüllte Dingwelt ist dieser Band, die durch ihre leichtfüßige Selbstverständlichkeit überzeugt“ Elisa Weinkötz

„Sie hat ein schön unvertülltes Verhältnis zum Leben und zur täglichen Wirklichkeit. diese Gedichte sind voller Humor, in dem sich menschliche Gelassenheit mit fraulicher Herausforderung trifft … Diese Dichterin kennt kein Pardon, auch mit sich selbst nicht … Die Bilder sind so zwingend, dass man sich fragt: Was haben denn die ganzen Lyriker in den vergangenen 1.000 Jahren getrieben? Hatten die Eier auf den Augen?“ Ralf Julke

 

Den Mond Unterm Arm

ISBN 978-3-9813470-4-3

1. Auflage 2010 

Format 19x12; 48 Seiten 8 Euro (D)

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Unter den manchmal märchenhaften Chiffren verbergen die sonoren Gedichte von Johanna Schwedes einen schroffen Blick auf die Wirklichkeit. Ein existentieller Realismus jenseits des Abbildens, der weiß, dass jede Erfahrung im Gedicht nur dann vermittelbar ist, wenn sie zum Sprachereignis wird. Eine Poesie nicht ohne Ironie und poetische Hinterhalte.

Theo Breuer beobachtet bei der „Lektüre der assoziativen, zärtlich-herben Verse“ „deren Bildstärke“ ihn „immer wieder fasziniert“: „Gute Wörter (triumph­sekunden­lang · tausend­schön­chen­häutiges Gestrüpp · Besen­reiser­bäckchen) ... sinnliche Momente (und manchmal ihre Hand in meiner), denke ich, katachresische Sequenzen (meine Knie stecken die Köpfe zusammen), griffige Geschichten (coffee / kills) ... und ich lese einfach bloß weiter und verspüre eine immer stärker werdende Freude, auch bei den traurigen Versen (zum Beispiel in den Großmutter-Gedichten), die mir, beim Rückblick auf das lange Sterben der Mutter vor acht Jahren, sehr, sehr guttun.“ http://www.poetenladen.de/theo-breuer-von-buch-zu-buch-2011-3.htm

"Den Mond unterm Arm ... lebt von seinem eigenen, authentischen Grundton, den sich die Autorin hoffentlich lange bewahren wird."

Stefan Heuer in Titel Magazin http://titelmagazin.com/artikel/6/9952/johanna-schwedes-den-mond-unterm-arm.html

 "Johanna Schwedes anthropomorphisierende Kunst zeigt die Welt als verwaistes Kinderzimmer, in dem die Märchen und Sagen der Kindheit nichts vom ihnen eigenen Schrecken eingebüßt haben. Darin entfalten sich Seelenzustände zu Interieurs, wo Personen nurmehr in Spuren wiederauffindbar bleiben. Die entstehenden Räume lassen sich bereits durch einen winzigen Einschnitt betreten, der sich auf eine ebenso surreale wie alltägliche Landschaft hin öffnet. Wie von jener Welt unsere Realität abhängt, das zeigen Schwedes Gedichte mit jedem klug gesetzen Wort. Unbedingte Anspieltipps: „Opfer“ „1 Abend im Park“, "Warschauer Straße“"

Norbert Lange in L&Poe

 

Ralf Julke fällt in seiner Besprechung zum Band die dunkle Stimmung auf. Er beschreibt Johanna Schwedes Dichtung als energisches Selbsterforschungsprojekt und lobt:
„Manch anderer würde so ein Wort einfach hinschreiben und stolz auf sich sein: "Löschpapierhimmel".
Doch bei Johanna Schwedes stehen solche Worte nicht einfach da, liegen herum wie bunte Glasperlen. Ihre Bilder entwickeln sich immer wieder weiter. Und die neuen Assoziationen sind für den Leser nachvollziehbar. Er erlebt mit, wie sich aus einem scheinbar so hingetupften Wort eine neue Situation, eine neue Szenerie entwickelt. Das zeichnet alle Gedichte in diesem Bändchen aus: Die Gedichte entfalten ihr Leben und ihre Stimmung vor den Augen des Lesers. Sie nehmen ihn mit.
...
Die Enden von Johanna Schwedes Gedichten haben es alle in sich. Es sind kleine Finale, kleine Stolpersteine. Aus manchen Gedichten geht man nicht ruhig wieder hinaus." Die ganze Rezension hier:

L-Iz vom 22. April 2011

"Gedichte? Ja, wir haben Gegenwart. Wir haben Kerstin Preiwuss, Johanna Schwedes, Daniela Seel ..." Urs Engler WOZ

„Eine leise junge Frau von suggestiver Sprachkraft.“ Karl Friedrich Ulrichs im Göttinger Tageblatt

Textproben der Autorin finden Sie hier:

<www.poetenladen.de/johanna-schwedes.htm>